Rodin als Impressionist

Rodin wird auch als Impressionist bezeichnet, da seine Licht-und-Schattenspiele auf der Oberfläche seiner Skulpturen und Plastiken die Lebendigkeit des Impressionismus aufgreifen.  Deshalb gilt er auch als „Plastiker des Impressionismus“. 

Der Impressionismus: 

Das Ziel der Impressionisten war es, die optischen Eindrücke der Umwelt möglichst realistisch darzustellen. Dies sollte aber nicht mittels einer naturalistischen Detailversessenheit erreicht werden, sondern in der Wiedergabe der unmittelbaren optischen Wirkung eines Motivs. Hier stand vor allem die Beziehung von Farbe und Licht im Vordergrund. Nur durch Licht und die Brechung/Reflexion des Lichts an der Oberfläche eines Gegenstandes wird Farbe geschaffen. Das zunächst weiße Licht verändert seine Wellenlänge durch die Brechung und Reflexion. Das Auge nimmt diese Wellen als blau, grün, rot etc. war.

Mit der genauen Beobachtung der Licht- und Farbwahrnehmung befreiten sich die impressionistischen Maler von der Konturlinie und lösten die Farben der Gemälde in viele einzelne bunte Farbflecken auf. Betrachtet man die einzelnen Farbkleckse, die mit einem lockeren Pinselstrich nebeneinander gesetzt werden, aus einer gewissen Entfernung, dann ver“mischen“ sich diese Farbflecken im Auge des Betrachters.
Die Malerei des Lichts konzentrierte sich selbstverständlich auch auf den Schatten. Statt schwarzer „Löcher im Licht“ wurden die Schatten farbig und damit in ihrer Wirkung sehr lebendig.
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Claude Monet wird auch als Begründer des Impressionismus bezeichnet. Sein Gemälde „Impression soleil levant“ (dt. Impression Sonnenaufgang) aus dem Jahre 1872 war der Namensgeber für diese Kunstepoche.

Vergleichbar mit den malerischen Licht – und Schattenspielen des Impressionismus ist die Kunst der „Buckeln und Höhlen“, die Auguste Rodin mit seinen Figuren hervorbringt. Hier einige Ausführungen zum Werkprozess:

Auguste Rodin als Impressionist:

Während Michelangelo seine Figur im Stein sah und nur noch das „Überflüssige abschlagen“ musste, entstanden bei Rodin die Modelle erst nach eingängiger Studien im Atelier. Dabei beobachtete Rodin die Bewegungen seiner Figuren, die im Atelier nackt umherliefen und für kurze Momente Posen einnahmen. In diesem kurze Moment versuchte Rodin die Muskelbewegungen der Modelle festzuhalten, die erst mit dem Schatten deutlich wurde. Das Lebendige und Unruhige der Schatten, die den Modellen erst die Körperlichkeit gaben, versuchte Rodin durch zügiges Arbeiten zu erziehlen. Er versuchte den Augenblick einzufangen. Indem er zum Teil den Ton auf das Modell warf, gestalte er offene zum Teil kraterartige Oberflächen, die sogenannten „Buckel und Höhlen“, die das Licht einfingen und den Ausdruck der Unmittelbarkeit erzeugten.

Durch Rodins Buckeln und Höhlen wird diese Lebendigkeit des Impressionismus auch auf seine Figuren übertragen.

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Kommentare
  1. q2ku9 sagt:

    Verfassernamen fehlen noch
    (9 Punkte)
    überarb. Rost

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